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Seit
Jahrhunderten arbeitet der Neufundländer mit dem Menschen zusammen.
In seiner Heimat zog er Fischernetze, Boote und auch Ertrinkende
aus dem
Wasser. Aus diesen Notwendigkeiten entwickelte sich eben
dieser Instinkt
zum Leben retten, welcher ihn auch außerhalb
seiner Heimat sehr beliebt machte.
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Für
seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und seinen Sanftmut ist er
ebenso bekannt wie für seine Selbständigkeit. Diese Eigenschaften
zu erhalten und zu fördern soll das Ziel der Trainingsgruppe sein. Selbständigkeit
kann jedoch sehr schnell zum Problem für den Hundehalter werden,
gerade in der heutigen Zeit. Sie in die gewünschte, steuerbare Richtung
zu lenken, macht die Ausbildung etwas anspruchsvoller als bei vielen anderen
Hunderassen. Das ausgewogene Wesen unserer Neufundländer ist ein
sensibles Geflecht von angeborenen und erlernten Verhaltensweisen, welches
durch Erziehung ebenso wachsen wie zerstört werden kann. Wie bei
allen Dingen macht auch hier die Dosis das Gift.
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Wir
haben es uns zur Aufgabe gemacht für unsere Hunde die individuell
richtige Dosis zu finden um sie entsprechend auf- oder auch abzubauen.
Dabei arbeiten wir mit soviel Motivation wie möglich und eben
nur soviel Druck wie unbedingt nötig. Gewisse Ausbildungsmethoden
lehnen wir für unsere Gruppe jedoch kategorisch ab. Dazu gehört
in jedem Fall die Schutzhundeausbildung und die Unterordnung im
Sinne von Kadavergehorsam. Beides widerstrebt dem Wesen des Neufundländers
und sollte ebenso verantwortungsvollen Neufizüchtern und -haltern
widerstreben. Der Charakter des Neufundländers ist sanft und
respektvoll anderen Lebewesen gegenüber, und wir wollen ihnen
auf dieselbe Weise entgegentreten. Von daher lehnen wir es ab unsere
Hunde anzuherrschen oder ihnen durch körperliche Maßnahmen
wie Schläge oder Stachelhalsbänder Schmerz zuzufügen.
Gewiß ist ein gewisser Druck in vielen Bereichen der Ausbildung,
insbesondere bei sehr dominanten Tieren nicht zu vermeiden. Dennoch
bemühen wir uns diesen Druck entsprechend der Situation und
den Erkenntnissen der Verhaltensforschung einzusetzen. Wir sind
daher offen für neue Techniken und stehen Hundehaltern denen
das Know-How um Alternativen zur konventionellen Ausbildung fehlt,
gerne mit Rat und Tat zur Seite.
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Unser Ziel sind Neufundländer mit geringster Aggressionstendenz,
einer angemessenen Selbständigkeit und Würde. Neufundländer
eben, welche dem charakterlichen Standard entsprechen, Freude
an der Arbeit haben und in Harmonie mit ihrem Menschen sind.
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Da die Wasserrettungsarbeit mit Neufundländern in Deutschland noch
in den Kinderschuhen steckt, streben wir ein einheitliches Leistungsabzeichen
innerhalb des DNK, wie z.B. den SEA CHAMPION der Landesgruppe Schleswig-Holstein
an. Die Regel entsprechen in etwa den NCA-Water-Test-Regulations, welche
auf den Familienhund zugeschnitten, seit 1975 bestehen. Wer professionelle
Rettungsarbeit leisten möchte, sollte sich an die BAG-Deutschland
wenden, welche mit rettungshundeführenden Organisationen zusammen
arbeitet.
Herzlich
Willkommen!
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