| Watercamp Karepa 2010 oder the kingdom of the biting flies |
|
|
| Geschrieben von Nicole Haberer | |
| Samstag, 24. Juli 2010 | |
|
Am nächsten Tag ging es quer durch Lithauen und Lettland weiter bis nach Palivere, zu Katre und Ago, den Veranstaltern, um von dort nach einer weiteren Übernachtung entgültig zum Camp nach Karepa auf zu brechen. Dort ereignete sich der Reifen erster Streich, nachdem wir nun uns zur Nacht organisiert hatten, durchschnitt ein ungewöhnliches Zischen die abendliche Stimmung. Britta´s hinterer rechter Reifen ging die Luft aus, ohne Fremdeinwirkung. So stand dann am nächsten Tag die erste sportliche Tätigkeit an: Reifenwechsel! Eindeutig war es mitten im Nichts, mitten in der Wildnis, mitten im Wald...dieses kleine Ferienlager für Kinder. Nein, es war kein Campingplatz....aber eine erdende Erfahrung....Das Meer hinter der Düne war herrlich, aber bei fast 40°C Lufttemperatur fühlte sich selbst die 25°C warme Ostsee ein wenig nach Badewanne an. Nach einem Tag Aklimatation trudelten die weiteren Teilnehmer am nächsten Tag nach und nach ein - so auch 2 weitere NWAG-NRW-Mitglieder die von Lettischen Freunden vom Flughafen Riga abgeholt wurden. Der offizielle Campstart für 70 Personen mit 36 Hunden aus 5 Nationen fand am nächsten morgen statt. Es wurden 3 Trainingsgruppen zu je 2 Schichten unterteilt und neben dem polnischen Coachteam leisteten die deutschen Coaches und Helfer ganze Arbeit. Hunde unterschiedlichster Ausbildungsstände wurden derart gefordert und trainiert, dass sie am letzten Tag einen Wettbewerb nach deutschem Prüfungsreglement mit Jan Peters als Bewerter hervorragend meistern konnten. Neben dem Training gab es an den Abenden Seminare zur Zugarbeit und der ersten Hilfe an Mensch und Hund. Nur dieses außergewöhnlich hohe, fast nicht zu ertragende Aufkommen an Bremsen am und im Wasser war mehr als störend....Aber sich selbst zu Ohrfeigen wird wohl die offizielle Geste dieses Camps bleiben. Aber nicht alles drehte sich hier um den Hund. Für eine ausgeglichenen Endorphinlage der Zweibeiner sorgten nicht nur die estischen weißen Nächte mit ihren sagenhaften Sonnenauf - und untergängen, sondern auch Agos Funboot, welches durch Highspeedfahrten mit und ohne anhängendes Spasskissen für einen gesunden Ausgleich sorgte. Watercamp Karepa - alles in allem eine besondere Erfahrung in einem Land, in dem die Uhren langsamer ticken.... Auf der Rückreise bescherte uns Katres Sohn Josef, Student und Fremdenführer in Tallinn noch eine besondere Sightseeingtour durch die Altstadt und die Gegend um den Präsidenten Palast. Auch dies eine Erfahrung die ihres Gleichen sucht, da wohl nirgends in der Welt eine Stadt vergleichbar viele unterschiedliche Herrscher und somit derart unterschiedliche architektonische Einflüsse auf zu zeigen vermag. Den letzten Tag verbrachten wir auf einer CACIB in Haapsalu, wieder in beeindruckender Kulisse in den Burgruinen und erfolgreich fürs deutsche Team. Die Rückfahrt durch Riga, die Masuren und Torun - eine der am besten erhaltenen mittelaterlichen Städte Europas, ließ uns weitere Eindrücke sammeln, die neben den Fähigkeiten der polnischen Tierärzte, dem Wandeln auf den Spuren der Ahnen, dem Gefühl auf polnischen LKW-Ruhestreifen neben der L16 zu nächtigen auch das gute gefühl von internationaler Freundschaft in Magdas sicherem Hundehotel Unterkunft zu finden,, vermittelte. Die landschaftlichen Reize, die Unmengen an Storchen auf der Strecke - all das wird unsere innere Bilderwelt bereichern und sicher unter ,, es war eine Erfahrung wert'' abgebucht werden. Weitere Bilder hier: http://picasaweb.google.de/107533849246048736794 |
| weiter > |
|---|





